Gleich werdet ihr die kurze Mini Biographie von John Lennon lesen, aber davor will ich schreiben: John Lennon war ein großer Mann, der seinen Mut vor Anderen bewies und der sich vor Nichts fürchtete. Er ist eine lebende Legende und hat den Titel, als der berühmteste Beatle verdient. Seine Songs sind bis heute noch mit großem Gefühl. Obwohl es nur eine kleine Aufnahme ist, die gerad mal auf so´ne mini CD steckt empfinde ich sehr viel für ihn. Sein Vater musste abhauen, er lebte bei seiner Tante, seine Mutter starb als er 17 war und schließlich starb er durch einen grausamen Tod, der die Menschen bis heute erschüttet. Er ist einzigartig.

 

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Ich hab so circa vor einem halben Jahr ein Film über ihn geguckt, den haben wir alle zusammen gesehen (die ganze Familie), da wurden seine ganzen Bekannten interviewt. Seine zwei Söhne, seine erste Frau Cynthina und seine letzte und berühmte Frau Yoko Ono. Sein Leben war sehr eigenartig. Am Ende kam die Todstelle (das war eine Doko, kein normaler Film). Ich, die einzige in der Familie die danch geheult hat. Es tut mir echt Leid Ich find sowas einfach schrecklich ;(( 

Hier die Biographie, bevor ich euch zum heulen bringe:

 

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 John Lennon (voc, g, p), am 9. Oktober 1940 in Liverpool als Sohn eines Schiffsstewards geboren, reicherte die musikalischen Artikulationen der Beatles mit dem "intelligenten, informierten und infantilen Humor" ("New Society" englischer Gymnasiasten an. 1955, als er noch zur Quarry Bank High School ging, hatte er die Quarrymen formiert, die Skiffle und Rock_'n'_Roll spielten und Elvis Presley, Little Richard, Jerry Lee Lewis zu ihren Vorbildern zählten. Nachdem aus den Quarrymen durch mehrere Mutationen die Beatles geworden waren, profilierte sich Lennon im Pilzkopf-Quartett schnell als "instinktiver Poet des Proletariats" (Nik Cohn), dessen scharfzüngige Texte und geschickte Reime zunächst mehr Furore auf Pressekonferenzen als auf Beatles-Platten machten. Die ersten Songs der vier Liverpooler faszinierten eher durch ihren melodischen Merkwert, während ihre Texte auf erfrischend naive Weise konventionell waren. Nach dem Erfolg des im Hickhack-Stil der TV-Commercials gedrehten Musikfilms "A Hard Day's Night" (1964) reicherten Lennon & Co. ihre Texte mehr und mehr mit verbalen Spitzfindigkeiten und doppeldeutigen Redensarten an. So hörten zahlreiche Beatles-Fans aus den Lennon-Texten zu Strawberry Fields Forever, Lucy In The Sky With Diamonds, Yellow Submarine - gegen Lennons Widerspruch - unverhüllte Drogenempfehlungen für Marihuana, LSD und das gelbe Phenobarbiturat Nembutal heraus. Behauptung und Dementi umrissen immerhin den Erfahrungsbereich, der Lennon zu seinen skurrilen Texten anregte: die Phantasiewelt des Morbiden, Verbotenen, Irrationalen und die Alltagswelt der Slums von Liverpool (Penny Lane) sowie die Aggressivität und Frustration sozialen Lebens (A Day In The Life, Happiness Is A Warm Gun). Neben seinen Beatles-Aktivitäten trat Lennon schon frühzeitig als Buchautor und Stückeschreiber in Erscheinung. 1964 veröffentlichte er die Sketch- und Kalauersammlung "In His Own Write"; ein Jahr später erschien "A Spaniard in the Works". 1968 wurde in London "Scene Three, Act One" uraufgeführt, in dem der literarisch begabte Beatle seinen Ärger über gesellschaftliche Konventionen und soziale Tabus abreagierte. Seine Bekanntschaft mit der Happening-Künstlerin Yoko Ono, am 18. Februar 1933 in Tokio geboren, die er im März 1969 nach der Scheidung von seiner ersten Frau Cynthia in Gibraltar heiratete, führte Lennon von der vergnüglichen Burschenschaft der Beatles weg in esoterische Experimental-Zirkel. Auf "bed-ins", in Plakat-Aktionen, mit der Verschickung von Baumsamen an alle Staatsoberhäupter bat das Paar darum, "dem Frieden eine Chance zu geben" (Songtitel). Lennon/Ono posierten nackt auf einem Album-Cover (Two Virgins), bespielten Platten mit Yokos schrillen Schreien, krächzenden Transistorradio-Tönen, Herztönen und minutenlangem Band-Leerlauf. Immer mehr nutzten sie die Rockmusik als therapeutisches Medium, denn sie fühlten sich vom Mißtrauen der übrigen Beatles und deren unverhohlenen Abneigung gegen die unkommunikative Yoko verfolgt. Sie betäubten sich mit harten Drogen und griffen zeitweilig gar zu Heroin, "wegen all der Dinge, die die Beatles uns angetan haben" (Lennon). Von Juni bis September 1971 unterzogen sie sich bei dem kalifornischen Wissenschaftler Dr. Arthur Janov, dem umstrittenen Vertreter der "Theorie des Urschreis", einer "Berlitz-Schnelltherapie" ("Newsweek", mit deren Hilfe sich die Patienten im nochmaligen Durchleben ihrer Repressions-Traumata heilen. Diese Rekreation von Kindheitsschocks vollzog Lennon auch auf seinen Solo-LPs nach der Trennung der Beatles (1970). Songs wie Mother, Look At Me, God, Crippled Inside dokumentierten verdrängte Erlebnisse und die Stadien seiner Heilung. In zahlreichen Interviews pflegte er den "radikalen Schick" (Tom Wolfe) des Patrons der Entrechteten. Dabei hatte Lennon, der seit 1971 in New York City lebte, selbst Protektion nötig: Die amerikanische Einwanderungsbehörde drohte dem wegen Rauschgiftbesitzes in England verurteilten Musiker mit der Ausweisung. Eine Intervention bekannter Politiker und Show-Persönlichkeiten (darunter der damalige New Yorker Oberbürgermeister Lindsay) verhinderte vorerst die Vollstreckung des Behördenurteils; 1976 wurde ihm dann unbegrenztes Aufenthaltsrecht gewährt. Die vorübergehende Trennung von Yoko Ono (1974) befreite den sensiblen Genius von der traumatischen Verkrampftheit eines Kultur-Apostels und Polit-Missionars. Sean, das Kind ihrer Versöhnung, kam genau an Lennons 35. Geburtstag zur Welt. Einem Versprechen gemäß zog sich Vater John als Hausmann und Amme für fünf Jahre aus dem Musik-Business "in die Stille der Liebe und nicht der Gleichgültigkeit" zurück, während Yoko das Familienvermögen von geschätzten 150 Millionen Dollar verwaltete und mehrte. Im November 1980 breitete das Paar Lennon/Ono Szenen seiner gefestigten Ehe auf der Comeback-LP Double Fantasy aus, die von zahlreichen Kritikern als "Infantilisierung John Lennons" ("Village Voice" abgetan wurde. Nach wie vor galt Yoko Ono nämlich bei nostalgischen Beatles-Fans als Drahtzieherin einer unheilvollen Liaison, "die einen großen Künstler trivialisiert und eine dubiose Artistin vergöttlicht" (Kritiker Geoffrey Stokes).

"Warum glauben die Leute uns nicht, wenn wir sagen, daß wir uns einfach lieben?" konterte Lennon, und der Autor Robert Christgau erkannte: "Die angeblich neurotische Ehe war in Wirklichkeit eine Saga der Selbsttherapie, die in unserer psychodramatischen Kultur nur wenige Parallelen hat."

Am 8. Dezember 1980 wurde John Lennon vor dem Dakota Building am New Yorker Central Park, in dem die Familie wohnte, von dem psychopathischen Fan Mark David Chapman erschossen. Der gewaltsame Tod löste weltweite Betroffenheit aus. So wurde am 14. Dezember, 20 Uhr MEZ, in vielen Ländern zehn Schweigeminuten lang des ermordeten Musikers gedacht. Drei Monate später veröffentlichte Yoko Ono ihr Memorial-Album Season Of Glass (mit Lennons blutbespritzter Brille auf dem Cover) und brachte in der Folgezeit mit dem Eifer einer Kultbewahrerin bislang unveröffentlichte Titel aus dem musikalischen Nachlaß ihres Mannes heraus. "Rolling Stone" resümierte: "Er bewies, daß man seiner Vision folgen, seine Talente entfalten, frei seine Meinung sagen kann - daß man alles vermag, wenn man es nur wagt. In einer Zeit der Angepaßtheit lehnte es John Lennon ab, nach irgend etwas anderem als nach seiner eigenen Fasson zu leben. Er sang und schrieb, was er glaubte, und er vertraute darauf, daß wir zuhörten."

Lennons Sohn Julian aus erster Ehe versuchte sich 1984 in der Nachfolge des Vaters. Nach anfänglichem Publicity-Wirbel ließ das Interesse an dem mäßig begabten Sprößling schnell nach. Anfang der neunziger Jahre suchten die Rest-Beatles, allen voran Paul McCartney, den Kontakt zu Yoko Ono. Im Rahmen einer Fernsehdokumentation anläßlich des Beatles-Endes vor 25 Jahren wollten McCartney, Harrison und Starr auch Lennon-Werke aufnehmen, die dieser als Rudimente zurückgelassen hatte. Ono übergab ihnen eine Tonbandkassette mit halbfertigen Lennon-Songs, die Anfang 1995 von Jeff Lynne überarbeitet und mit weiteren Tonspuren versehen wurden, auf denen McCartney, Harrison und Starr sangen und spielten. Ob Lennon Free As A Bird (1995) oder Real Love (1996), wie die im Rahmen der Beatles-Anthology-Serie veröffentlichten Studio-Elaborate hießen, als postume Beatles-Songs akzeptiert hätte, durfte bezweifelt werden. Die clevere Ono nutzte die familiären Sessions mit McCartney, eine eigene Komposition unterzubringen. "Zornig", schrieb "Der Spiegel" 1995, habe sich Lennon schon 1970 über die "kommerziell einträgliche, persönlich aber verheerende Entfremdung" geäußert, "die er als Markenartikel der Kulturindustrie erfahren hatte". Zum 15. Jahrestag seiner Ermordung, im Dezember 1995, brachten sechs Staaten Lennon-Sonderbriefmarken heraus: Ghana, Guyana, Mali, Nicaragua, Palau und die ehemalige Sowjetrepublik Aserbeidschan - ausschließlich Länder der Dritten Welt. 1998 startete auch sein zweiter Sohn Sean Ono Lennon (voc, bg), am 9. Oktober 1975 geboren, mit einer halbgaren Mischung aus Country, Bossa Nova, Soul und Jazz unter dem LP-Titel Into The Sun auf dem Beastie Boys-Label Grand Royal ins Musikgeschäft. Der Live-Sound seiner Band, in der Seans ein paar Jahre ältere japanische Lebensgefährtin Yuka Honda Klavier spielte, klänge, so Andrian Kreye später in der "Süddeutschen Zeitung", "als hätten sich der Beach Boy Brian Wilson, Captain Beefheart und (Jazz-Drummer) Elvin Jones zu einer Jam Session getroffen". Anklänge an die Beatles waren in diesem Sound-Sammelsurium kaum zu hören. Lennon junior, 22: "Ich kenne niemanden unter 30, der die Beatles hört. Heute regiert Puff Daddy."

Dann waren es wohl die Fans über 30, welche die teure 4-CD-Box Anthology (1998) von EMI so häufig kauften, daß diese im Veröffentlichungsmonat November sofort auf Platz 62 in die britischen, auf Platz 99 in die amerikanischen Charts einrückte und bereits am 7. Dezember vergoldet wurde. Der im März desselben Jahres veröffentlichte Sampler Lennon Legend - The Very Best mit den 20 meistverkauften Singles hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Platin erreicht. Im Unterschied dazu gab es auf den vier nach Lennons Lebensstationen geordneten CDs der Anthology - Ascot (London), New York City, The Lost Weekend (L.A. 1974), Dakota (N.Y. bis 1980) - auch Raritäten: frühe Demos, unveröffentlichte Heim- und Studio-Takes, zum Schluß With A Little Help From My Friends vom kindlichen Sean Lennon sowie eine grandios rockende Version von I'm Losing You von John. Einige Session-Ausschnitte, bemängelte Christian Hennig im deutschen "Rolling Stone", seien "schwer erträglich", dennoch: "Wer die Lost Lennon Tapes gehört hat, der weiß, wieviel unveröffentlichtes Material noch in den Schränken ist."

Höhepunkte aus der Anthologie faßte EMI parallel dazu in der Einzel-CD Wonsaponatime (1998) zusammen. Zum Ende des Jahres 2000, zwischen Lennons 60. Geburtstag am 9. Oktober und seinem 20. Todestag am 8. Dezember, so prognostizierte kurz vor diesem Zeitraum Christoph Dallach im Magazin "Spiegel Reporter", komme nun "eine Industrie in Fahrt, die im Pop-Geschäft ihresgleichen sucht und wieder einmal tonnenweise Videos, Bücher, Platten in die Läden zaubert; limitiert, unveröffentlicht, neu zusammengestellt - mit garantiert gewaltigem Erfolg". Es hielt sich in Grenzen. In Tokio ließ Yoko Ono zur Eröffnung eines Lennon-Museums mit rund 130 Exponaten "aus der Rumpelkammer der Witwe" (Dallach) die offizielle Geburtstagsfeier ausrichten und im Museums-Shop Lennon-Brillen, -Puppen, -Aschenbecher feilbieten. Viel mehr geschah nicht. Dem Lennon-Bild, so "Rolling Stone", sei "an Substanz nichts (mehr) hinzuzufügen". Jon Wiener, Geschichtsprofessor an der University of California, war anderer Ansicht. Nach 14 Jahren Rechtsstreit erzwang er die Herausgabe von Lennons FBI-Akte (bis auf zehn Dokumente) und publizierte darüber das 360-Seiten-Buch "Gimme Some Truth". Lennon habe einst, so seine Behauptung, die irische Untergrundarmee IRA und britische Trotzkisten mit 45000 britischen Pfund unterstützt. Heute entspreche diese Summe, kalkulierte die Londoner "Sunday Times", 400000 Pfund oder fast 700000 Euro. Den Beweis, daß der Autor des Songs Give Peace A Chance eine gewalttätige politische Organisation mitfinanziert habe, konnte der Professor allerdings nicht antreten. Die Behauptung des Journalisten Geoffrey Giuliano im ebenfalls 2000 erschienenen Buch "Lennon in America", Yoko Ono habe nach dem Mord an John selber Todesdrohungen erhalten und im ersten Jahr eine Million Dollar für ihre Sicherheit ausgegeben, wurde von der Witwe nicht bestätigt. Das Ersuchen des Lennon-Mörders Mark David Chapman, ihm 20 Jahre nach der Tat Haftverschonung zu gewähren, wurde vom Begnadigungsausschuß des Zuchthauses Attica im Staat New York abgelehnt.